Sonntag, 27. September 2009

gleichzeitiges Laden von 2 LiPo-Akkus

Anlässlich von heute bei super Sonnenschein verflogenen 4 Akkus (52min) mit meinem Lepton, will ich mal meine Erfahrungen beim Laden von LiPo-Akkus schildern:

Die Akkus sollten laut Hersteller mit einem Ladestrom von 1C geladen werden. Das ergibt eine Ladezeit von ca. 60min, wenn der Akku bis zur Entladeschlussspannung von ca. 3.2V entladen wurde. So werden etwa 80% der Gesamtkapazität des Akkus nachgeladen. Ich kann das bei meinem Bantam BC8 schön in der Anzeige beobachten.
Da ich am Wochenende immer sehr viel fliege, kam ich auf die Idee, gleich 2 Akkus gleichzeitig zu laden um für 4 Akkus nicht 4 Stunden zu verbrauchen. Das scheint kein Problem, denn 2 Akkus in Reihe sollten dann bei gleicher Kapazität einfach nur die doppelte Spannung und den gleichen Strom erfordern. Das Ladegerät kann 8S, also flugs einen Balancer-Adapter gebastelt, dank 3,5mm Steckern 2 Akkus hintereinander, die Balancerstecker dran und los gehts.
Doch warum dauerte das Laden deutlich länger, als beim Laden der Akkus hintereinander? Weil der Lader offensichtlich zuerst mit vollem (eingestelltem) Strom die Akkus in die Nähe der Lade-Endspannung (jede einzelne Zelle wird dabei überwacht) pumpt, dann mit dem Strom langsam runtergeht und währenddessen die Zellen ausbalanciert. Wenn jetzt die beiden Akkus nicht exakt gleich leer sind, dann regelt das Ladegerät beim Erreichen der ersten vollen Zelle den Ladestrom herunter und die anderen Zellen müssen dann per Balancieren auf die Endspannung gehoben werden. Durch den verminderten Strom dauert das entsprechend lange. Eigentlich logisch, oder?

Fazit: lieber einzeln laden, denn zwei exakt gleich geleerte Akkus gibt es selten!

PS: demnächst muss ich mal das FastCharge-Programm des Laders ausprobieren. Laut Bedienungsanleitung soll damit der Akku in der halben Zeit auf 90% der Kapazität geladen werden können. Das hört sich vielversprechend an.

Samstag, 19. September 2009

LogView oder OpenSerialDataExplorer?

Unter meinen Lipo-Akkus befindet sich ein Akku, aus dem ich offensichtlich nicht die volle Kapazität ziehen kann. Das zeigt sich durch niedrige Spannung einiger der 4 Zellen und dadurch einem vorzeitigen Warnen durch meinem Lipo-Blitzer. Die reingeladene Energiemenge ist dann auch nicht so hoch, wie sie sein könnte. Ich kann also die guten Zellen gar nicht weit genug entladen, bevor die Schlechten an Ihre Entlade-Schlußspannung stoßen.

Um das ganze mal genauer zu untersuchen habe ich mir einen LipoWatch gekauft. Leider kann man das Gerät nur mit Microsoft Excel oder LogView auslesen. Beides sind Programme, die ich unter Linux nicht, oder nur eingeschränkt verwenden kann.

Bei meinen Recherchen zu Alternativen bin ich doch tatsächlich beim OpenSerialDataExplorer fündig geworden. Für meine Ansprüche ein absolut ausreichender Ersatz für Logview!

So konnte ich dann auch feststellen, dass bei meinem Akku nicht nur eine Zelle, sondern gleich mehrere ganz schön schwächeln. Wie lange der Akku wohl noch durchhält?

Samstag, 12. September 2009

Zwischenbericht Heli-Modellbau

Anlässlich der heutigen Übungsstunde im Helifliegen will ich hier mal einen Zwischenbericht über meine Erfahrungen mit dem Hobby einstellen.

Helifliegen betreibe ich nun seit etwa 1,5 Jahren mit mehr oder weniger Zeit- und Geldaufwand. Ich wurde von meinem Kollegen Alexander Heindel infiziert, als ich dessen PC reparierte und bei ihm einen Sender und Simulator für Heli und Flächenmodelle vorfand. Er besorgte mir im Juli 2008 einen Graupner 47G Koax samt Adapter für den PC und so konnte ich in jeder freien Minute die Steuerbewegungen für das schwierige Schweben im Wohnzimmer üben. Ohne Simulator hätte ich sicherlich nicht so schnelle Fortschritte gemacht, aber die ein oder andere Schramme an der Tapete bezeugen, wie schwer das ist, aber insgesamt habe ich so ca. 150 Akkus lang geübt.
Da mir das Flugbild nicht so richtig gefiel und mit fortgeschrittener Übung die Herausforderungen zu nieder wurden, habe ich mir dann im September einen Esky Honey Bee King II gekauft, mit dem ich fast 180 Akkus das Heck- und Seitenschweben verinnerlichte. Durch die vielen Flüge (und auch Abstürze) stellten sich massive Verschleißerscheinungen in eigentlich allen mechanischen Teilen ein und ich verkaufte ihn dann Mitte 2009.
Denn Zwischenzeitlich hatte ich mir schon im Dezember 2008 einen Hirobo S.R.B. Quark zugelegt, der sich im Wohnzimmer fast so einfach, wie der Koax, aber mit mehr Spielraum nach oben (sprich Agilität, Präzision), fliegen lässt. Selbst für Draussen ist er durchaus geeignet. Vor allem ist aber die Crash-Resistenz besonders herauszuheben. Dadurch dass die Rotoblätter aus Schaumstoff sind, geht bei einem Absturz meinstens nur ein Blatt kaputt, das man problemlos mit Sekundenkleber oder Epoxy reparieren kann. Aktuelle Anzahl verflogener Akkus: 120.
Seit März 2009 bin ich nun stolzer Besitzer eines Hirobo Lepton EX. Dieser Heli ist absolut hochwertig verarbeitet und ich kann ihn jedem Anfänger und Fortgeschrittenen nur wärmstens empfehlen. Dank diesem übe ich seit April 2009 auch das Fliegen von liegenden Achten (Helischool Lektion 7). Ich habe auch schon mal versucht, den Kreis einer der Bäuche der Acht durchzuziehen, aber das sah eher nach einer Piruette, als nach einem Kreis aus. Ich bringe einfach nicht den Mut auf, den langezogenen Bogen vollends durchzuziehen ( und das nach mittlerweile auch schon 120 Akkus).
Da mich die Rasterung des Pitch-Knüppels meines Futaba FF7-Senders schon seit einiger Zeit nervt (das Raster ist viel zu grob), habe ich neulich die Raster weitestgehen entfernt (Unterklemmen einer Nagelfeile zwischen Blechbügel und Raster und dann Pitch hoch und runter, bis der Halbkreis am Knüppel glatt genug ist). Nun habe ich allerdings das Problem, dass ich absolut keine Rückmeldung mehr habe, ob ich nun den Knüppel bewege oder nicht. Das -und das gelegentliche Fliegen meiner Multiplex Easycub- führt nun dazu, dass ich das Gefühl habe, ich kriege den Pitch nicht mehr gebacken! Ich denke, dass es besser ist, ohne Raster am Pitch-Knüppel zu fliegen, ich habe aber dadurch doch noch einiges zu üben, bis ich mich an die Lektion 8 (Kreise fliegen) machen kann. Die mittlerweile regelmäßigen Treffen mit Matthias und Gunter helfen mir dabei, dass sich nicht zuviel Frust aufbaut.

Sonntag, 6. September 2009

Akkulaufzeiten Hirobo Lepton EX

Heute war ein super Tag, um endlich mal die Laufzeiten der Lipo-Akkus meines Hirobo Lepton EX auszumessen. Es war beinahe windstill, sonnig und nicht zu warm. Einfach perfektes Flugwetter. Ich habe 2 verschiedene Rotordrehzahlen vermessen. Einmal bei einer Kampfdrehzahl von 2600 U/min und einmal bei nur 1900 U/min. Bei hoher Drehzahl liegt der Heli - auch bei heftigem Wind - super ruhig und es ist auch gute Steigleistung da. Ideal für das 3D-Rumgebolze oder eben bei mäßigem bis starkem Wind. Die niedrige Drehzahl ist für den leichten Rundflug vollkommen ausreichend, die Laufzeiten der Akkus sind deutlich länger (Zahlen in Klammern). Alle Akkus haben 4S (14,8V) und wurden bis zu einen Endspannung (unter Last) von ca. 3.15V geleert (dann bleiben etwa 15-20% drin). Dazu verwendete ich einen Lipowächter, der eine Einzelzellen-Überwachung hat.

1. Hirobo Original-Akku mit 3200mAh (unbekanntes C) (420g): 4:30 (9:30)
2. GE POWER RC PACK 4400mAh 20C (470g): 7:00 (9:30)
3. GE POWER RC PACK 4400mAh 20C (465g): 9:00 (11:30)
4: SLS ZX 5000mAh 25/50C (511g): 12:30 (17:00)
5: SLS ZX 5000mAh 25/50C (513g): 12:30 (17:00)

Dienstag, 1. September 2009

Reparatur des Lichtschalters meiner BMW F650

Seit einiger Zeit hatte der Lichtschalter meiner BMW F650 einen Wackelkontakt beim Abblendlicht. Das ist, mal abgesehen von der mangelnden Verkehrstüchtigkeit des Motorrads, ausgesprochen gefährlich!

Da der Herbst vor der Tür steht und die Tage kürzer und dunkler werden, habe ich mich an die Reparatur des Schalters gemacht:
Zuerst muss der Griff geöffnet werden,
dann die Schalterkappe vom Schalter runtergehebelt werden. Dazu sollte man von unten mit einem schmalen Schraubendreher in das Loch drücken, um eine kleine Rastnase wegzudrücken. Macht man das nicht, könnte die Kappe nach dem Zusammenbau nicht mehr richtig einrasten.
Achtung: die Feder mit der Kugel sollte nicht verloren gehen. Die sind wichtig für die Rastung der Schalterstellungen.
der nächste Schritt ist das Losschrauben des Schalters.
dann wird er vorsichtig geöffnet. Dazu mit einer schmalen Klinge die 4 Rastbereiche der weißen Kappe aufhebeln und das Ganze auseinanderziehendas nun freigelegte Innere wieder leichtgängig machen. Bei mir hatten sich aufgrund der Kontaktprobleme die Bronze-Bleche erwärmt und dadurch die Kunststoff-Kulissen verformt. Die Feder hatte dann nicht mehr genug Kraft, den nötigen Druck auf den Kontakt zu gewährleisten. Beherztes Wegschneiden des störenden Materals behob das Problem. Zusammengebaut wird alles in umgekehrter Reihenfolge.

Reichweitentest Futaba FASST 2.4GHz die zweite

Heute abend habe ich mich nach 12min Kampfschweben bei starkem und vor allem sehr böhigem Wind nochmal an das Thema Reichweitentest gemacht:

Der Sender hat einen Modus für verringerte Sendeleistung (den FF7-Sender mit gedrückter 3D-Hotkey-Taste einschalten). In der englischen Bedienungsanleitung steht, dass so 30-50 Schritte Entfernung möglich sein müssen, bis der Kontakt abreisst.

Ich hatte ca. 70-100m Abstand bis zum Abriss des Funkkontaktes. Das würde wahrscheinlich noch mehr als die spezifizierte Reichweite von mindestens 1.5km bei Boden-Boden ergeben.

Fazit: 1.) Ich brauche mir definitiv keine Sorgen über die Reichweite machen und 2.) Wer misst, misst Mist.