Donnerstag, 2. Dezember 2010

Recovery der Daten einer Terastation

die letzten Tage habe ich damit zugebracht, an die Daten aus einer nicht mehr startenden Buffalo Terastation heranzukommen. Da ich mir die ganzen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammensuchen musste, will ich sie hier zusammenfassen:
Ich hatte das Problem, dass ich dringend die Daten aus dem Raid10 des NAS brauchte, das Betriebssystem aber nicht mehr startete und ich daher auch nicht mehr über das Netzwerk an die Daten herankam.
Nachdem alle Versuche über Windows-Tools die Daten des Raid auszulesen fehlschlugen, war ich schließlich mit dem derzeit aktuellen Knoppix 6.2.1 erfolgreich. Dazu habe ich alle 4 Platten an freie Sata-Anschlüsse eines Rechners angeschlossen und von der Knoppix-CD gebootet. Knoppix erkennt auf jeder Platte einige Partitionen, die Datenpartition ist in sdx6 zu finden. Das x steht hier für das Laufwerk, bei mir war die Platte 1 an Sata 0 und damit sda6, Platte 2 an sdb6, Platte 3 an sdc6 und die Platte 4 an sdd6. Die Platten hintereinander in der richtigen Reihenfolge an den Controller hängen, erleichtert das Leben enorm.
In einer Root-Shell musste ich als erstes die Links für die Devices des MDRaid anlegen. Das geht mit

mknod /dev/md2 b 9 2
mknod /dev/md3 b 9 3
mknod /dev/md4 b 9 4

dann die Kernel-Module für das Raid laden


modprobe md

nun kann man das Raid zusammensetzen. Bei einem Raid 10 ist die Platte 1 und 2 gespiegelt (Raid1). Ebenso Platte 3 und Platte 4. Diese beiden Raid-Verbünde sind dann in einem Raid0 verbunden. Mit

mdadm --assemble /dev/md2 /dev/sda6 /dev/sdb6
mdadm --assemble /dev/md3 /dev/sdc6 /dev/sdd6
mdadm --assemble /dev/md4 /dev/md2 /dev/md3

werden die Platten verbunden. Dabei erkennt das System automatisch, ob die Platten zusammenpassen. Ein

mdam --examine /dev/sda6

zeigt die Raid-Informationen der entsprechenden Platte, falls man nicht weiss, wo welche Platte hängt. Das fertige Raid ist dann in /dev/md4 und kann gemountet werden. Die Partition ist mit xfs formatiert.

mkdir /mnt/raid
mount -t xfs /dev/md4 /mnt/raid

Damit sind die Daten im Verzeichnis /mnt/raid verfügbar und können wegkopiert werden.

Freitag, 22. Oktober 2010

Die Ansichtskarte - es gibt sie noch!

Heute möchte ich mal was ganz anderes loswerden:
Seit vielen Jahren freue ich mich jedes mal, wenn ich eine Ansichtskarte von jemandem zugeschickt bekomme. Ich selbst bin da im Urlaub zwar etwas faul, aber ich bin seit kurzem von dem Postcrossing infiziert. Das ist eine Community im Internet, deren Ziel es ist, sich jegliche Art von Postkarten untereinander zuzuschicken. Jeder der mitmachen will, verschickt Postkarten an wildfremde Leute (die vom System nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden) und bekommt selbst dafür aus Aller Welt Post. Eine tolle Sache, finde ich, als Gegenbewegung zu der immer beliebter werdenden elektronischen Post. Das ist kein Schneeballsystem, man bekommt für jede verschickte (und vom Empfänger eingebuchte) Karte nur eine einzige von irgend wem aus der Community. Eine überschaubare Angelegenheit, finde ich.

Samstag, 25. September 2010

Quark S.R.B. FP boardless, vollbrushless und HH-Kreisel

Ich habe mal wieder an meinem Quark S.R.B. rumgeschraubt. Diesmal war der Einbau eines Kreisels mit modernem SMM dran. Ich erhoffte mir, den Drift des Hecks zu minimieren. Als Nebeneffekt kann ich nun die Kreiselempfindlichkeit vom Sender aus einstellen und ich habe einen HH-Modus. Doch der Reihe nach:
  1. Austausch des BlueArrow-Kreisels gegen einen PicoSMM von ACT. Da das Einstellen der Empfindlichkeit über ein Poti am Kreisel sehr fummelig ist, entschied ich mich auch noch den Empfänger vom Futaba R6004FF zu einem 6-Kanal Empfänger R6106HFC aufzurüsten. Damit kann ich nun die Empfindlichkeit vom Sender aus einstellen. Außerdem geht damit auch die Mode-Umschaltung des Kreisels von Sender aus.
  2. Zum Test habe ich auch die beiden Brushless-Regler gegeneinander ausgetauscht. Roxy oder Xoodee am Heck macht aber keinen großen Unterschied.
  3. Einstellungen des Senders anpassen: Hier habe ich für den Normalmodus die Heckmischung leicht ändern müssen, aber ansonsten die Einstellungen für den BA-Kreisel beibehalten. Natürlich kam die Konfiguration der Kreiselempfindlichkeit dazu.
Ich stelle fest: BA-Kreisel zu ACT-Kreisel ist im Normalmode kein großer Unterschied. Das Verhalten mit ACT ist vielleicht etwas stabiler. Der große Vorteil aber ist, jetzt kann ich Empfindlichkeit von der Funke aus einstellen. Das Problem des Weglaufens gibt es zwar immer noch, das scheint aber an der Batteriespannung zu liegen. Den Xoodee im Governor-Modus zu betreiben hab' ich noch nicht probiert, ich glaube aber, dass dann der Regler nicht mehr so schnell reagiert. Und das ist vor allem bei HH-Modus wichtig (s.u.). Wichtig ist: Anlauf schnell, damit er wenn er aus geht schnell wieder da ist. Alle anderen Einstellungen sind Standard. Die Gas-Heck-Mischung ist anders als mit BA und Roxy, da muss ich noch etwas optimieren. Er dreht mir bein Gas geben nach rechts weg, ist wohl zu viel Heck.

Nun zum Bonbon HH-Modus: Im Sender habe ich alle Heckmischer deaktiviert. Wenn die Batterie angesteckt wird, steuert der Kreisel das Heck auf "Servomitte". Dann drehe ich den Heli etwas nach rechts, damit der Kreisel den "Heckservo" an den unteren Anschlag dreht und der Regler initialisiert. Nun ich kann vorsichtig Gas geben. Sobald der Heli leicht wird und wegzudrehen beginnt, setzt das Heck ein und stabilisiert das Ganze. Jetzt kann ich abheben. Ich habe ein super Stabiles Heck ohne irgend welche Drift. Doch leider ist die Reaktion des Brushlessreglers auf Sollwertänderungen nicht so schnell, wie ich mir das erhofft hatte. Bei Gasstößen führt das zu einem leichten Pendeln des Hecks, welches sich aber schnell wieder beruhigt. Wie sich das bei Wind im Freien verhält muss ich erst noch austesten.

Fazit: Ich lasse es so, wenn es auch - außer der Möglichkeit zum HH und der Kreisel-Empfindlichkeit vom Sender aus einstellen zu können - keinen großen Unterschied zur ursprünglichen Konfiguration gibt.

- Roxxy 710 am Hauptmotor
- Xoodee 7A am Heck (mit Heckmotor von SG)
- ACT PicoSMM-Kreisel
- 6-Kanal Empfänger R6106HFC
- 138g ohne Akkus, aber mit gestriptem ACT (brachte 2g) und vollen Kabellängen und Steckern.
- Flugzeit ca. 10min mit 39g Kokam 620mAh-15C
- Flugzeit ca. 8min mit 32g Originalakku

Sonntag, 19. September 2010

Flugtage des MFC Heimerdingen

Heute war ich bei den Flugtagen des MFC Heimerdingen bei mir gleich um die Ecke. Dort wurden schöne Modelle gezeigt und auch vorgeflogen. Ich habe ein paar Bilder geschossen und zeige sie Euch hier. Weitere Bilder findet Ihr auch auf Matthias' Blog.








Samstag, 7. August 2010

Hirobo Quark S.R.B vollbrushless

Seit ich meinen Quark zum ersten Mal in Händen hielt, bin ich glücklich über den extrem pflegeleichten und unverwüstlichen Heli. Die Blätter verzeihen einem zwar nicht viel, aber wenn sie brechen, kann man sie problemlos wieder mit Sekundenkleber zusammenflicken. Durch diese Sollbruchstelle geht bei einem Crash nichts anderes kaputt und der erst mal erschreckend hohe Kaufpreis relativiert sich schnell, denn es sind keine weiteren Ersatzteile nötig.
Und doch habe ich schon einiges investiert, denn der Heckmotor hatte bereits einmal einen Lagerschaden und das Ritzel der Heckwelle sammelt immer wieder Haare und sonstige Fussel auf, die dann zu komischem Heck-Zucken während des Fluges führen. Auch scheint sich die Welle im Rohr irgendwie aufzuschaukeln und das macht üble Geräusche. Wahrscheinlich ist das Lagern der Heckwelle mit einem Kugellager am einen Ende und dem Motor am Anderen über kurz oder lang zum Tod des Motors führen. Selbst ein weiteres mittleres Kugellager auf der Welle behebt die Geräusche nicht wirklich.

Nun gibt es seit kurzer Zeit den Quark SG, der einerseits das crashresistente Design des Vorgängers übernommen hat, andererseits aber einige Detailverbesserungen hat. Dies ist in erster Linie CP, man kann also 3D-Figuren fliegen. Andererseits hat der SG auch einen brushless Heckmotor und hat sich von der anfälligen Wellen-Konstruktion verabschiedet.

Und dieser Heckmotor (Hirobo Nr. 0302-057) passt, wenn man ihn in der Heckhalterung des SG (0302-056) verwendet problemlos an das Heckrohr des alten Quark. Auch die Heckpropeller passen auf die Halterung an der Welle des Motos. Die Welle mit dem Umlenkritzel und der alte Motor mit Halter werden ersatzlos gestrichen, die Heckrohr-Befestigung geht auch ohne das ganze Innenleben. Die Kabel des Motors verlaufen im Rohr und werden an einen weiteren Brushless-Regler an meine Boardless-Elektronik angesteckt. Die Stecker bekommt man von Farnell (949-1783).

Die Drehzahl des Motors scheint auch für den Betrieb an nur 2S (der SG hat 3S-Akkus) vollkommen auszureichen, an einem Roxxy710 habe ich bei voller Ansteuerung ca. 4800 U/min gemessen. Im Flug dreht er deutlich langsamer. Und vor allem ist der Heli jetzt richtig leise. Die Motoren schnurren so vor sich hin und es macht wieder richtig Spass!

Freitag, 6. August 2010

Starmoney 7 unter Linux (wine)

...und es funktioniert doch!

Ich bin schon seit einigen Jahren treuer Benutzer von Starmoney. Obwohl ich auf Linux umgestiegen bin, konnte ich Starmoney 6 unter Wine weiterbenutzen. Dank eines Linux-Installationsscripts wurde eine Laufzeitumgebung (Starmoney benutzt den Internet-Explorer) eingerichtet, die ein problemloses Verwalten meiner Konten ermöglicht.
Anlässlich der Umstellung meiner Bank auf HBCI 3 wurde ich gezwungen, auf Starmoney 7 aufzurüsten oder eine Alternative (wie z.B. Hibiscus) zu verwenden. Ich wollte eigentlich Starmoney weiterverwenden, doch die offizielle Info von Starfinanz ist, dass keine Starmoney7-Linux-Version verfügbar sein wird. Schade eigentlich, denn wer trennt sich schon gerne von alten Gewohnheiten?
Ich habe etwas rumexperimentiert und Starmoney7 tatsächlich zum Laufen bekommen! Hier die Anleitung:

Voraussetzung ist ein bereits installiertes Starmoney 6 in Linux/Wine
  1. Installation von der Testversion von Starmoney 7 auf einem Windows-Rechner. Das dient nur dazu, die nötigen Dateien für den Betrieb in die richtigen Verzeichnisse zu bekommen. Ich habe XP verwendet, es sollte aber auch mit anderen Versionen funktionieren.
  2. Kopieren des kompletten Ordners \Programme\StarMoney 7.0 in den Programme-Ordner von wine (bei mir ~/wine/Programme/StarMoney 7.0)
  3. Anlegen von Verknüpfungen auf Desktop und im Startmenü
  4. ein erster Start von Starmoney legt fehlende Regitry-Einträge an, meckert aber über ein fehlendes Profil.
  5. Kopieren des kompletten (leeren) Profils aus der Windows-Installation von \Dokumente und Einstellungen\All Users\Anwendungsdaten\Starmoney 7.0\profil nach ~/wine/Programme/StarMoney 7.0/profil
  6. ein weiterer Start von Starmoney7 findet nun dieses Leere Profil und möchte einen Benutzer anlegen. Hier wählt man den gleichen Benutzer aus, den man schon unter StarMoney6 verwendet hat. Es wird eine neue Benutzername.sdy in profil/document angelegt. Man kann dort ein Dummy-Konto anlegen, damit Starmoney zufrieden ist. Anschließen wird Starmoney7 wieder beendet.
  7. Überschreiben der Benutzername.sdy aus dem vorigen Schritt mit der echten Benutzername.sdy aus der Starmoney6-Installation
  8. Wenn man nun ein weiteres Mal Starmoney7 startet, erkennt es die untergeschobene Benutzername.sdy und möchte notwendige Konten-Informationen aus dem Internet nachladen. Wenn dies abgeschlossen ist, sind die Konten in Starmoney7 verfügbar und lassen sich ohne Einschränkungen benutzen.
Leider habe ich die Update-Funktion von Starmoney7 nicht zum Laufen bekommen, weil die über einen Dienst funktioniert. Das scheint aber kein großes Problem zu sein, denn die Aktualisierung der Konteninfos scheint zu funktionieren.
Ich betreibe Starmoney7 zur Zeit mit dieser Testlizenz, ob das Registrieren/Eintragen einer gekauften Vollversions-Lizenz funktioniert, habe ich bisher noch nicht versucht.

Sonntag, 25. Juli 2010

Hirobo Quark S.R.B. 2.4GHz Boardless

Da gestern das Wetter nicht besonders war, habe ich die Zeit genutzt um meinen Quark von 35MHz auf 2.4GHz umzubauen. Das Projekt war ein voller Erfolg und ich fliege jetzt Boardless mit meinem T8FG Sender! Dafür hatte ich schon vor einiger Zeit die dafür nötigen Komponenten besorgt. Das sind:
  • Futaba FASST R6004FF 4-Kanal 2.4GHz Empfänger
  • Xoodee XC0702 7A Brushless-Regler für den Hauptmotor
  • BlueArrow G2J1/G2H1 NanoGyro
  • ACT Sky08 Brushregler für den Heckmotor
Die Stecker der Servos und Motor sind weiterhin original. Für die Servos habe ich Adapter aus einer 3-Pin-Buchsenleiste und Printsteckern von Farnell unter der Bestellnummer 9732918 zusammengelötet. Da die Stecker der Motoren größer sind, habe ich einfach an die Drähte der Regler Stifte angelötet, die ich dann einzeln einstecken kann. Der Federdruck der Stecker ist hoch genug, dass ich auch bei harten Landungen nichts verliere. Das ganze dann noch mit Tesa Powerstrips auf eine stabile Plastikplatte (zurechtgeschnittene Blisterverpackung) aufgeklebt und in die Originalbefestigung der 4in1 geschraubt.
In der Fernsteuerung habe ich ein Heli-Modell mit H-1 Taumelscheibe angelegt und eine Pitch->Heck Mischung programmiert. Das funktioniert super und fliegt sich eigentlich gleich wie bisher. Auch die Flugzeit hat sich nicht geändert, das Gewicht der Boardless-Komponenten ist in etwa gleich, wie das der 4in1.
Einziger Unterschied: Ich habe jetzt eine Reichweite von mehreren 100m :-)

Samstag, 26. Juni 2010

Nasenschweben: Der Knoten ist geplatzt!

Heute habe ich tatsächlich fast 30 min Nasengeschwebt!

Angefangen habe ich schon vor einer ganzen Weile immer mal wieder einen Vollkreis zu fliegen. Das ging zwar immer gut, war aber extrem Adrenalingeladen. Die Achten die ich flog, versuchte ich immer im Kreuzungspunkt möglichst auf mich zu zu steuern, um mich an die Vorderansicht zu gewöhnen.
Anfang dieser Woche habe ich mir dann einen Schubs gegeben und mit meinem S.R.B. Quark versucht, in die Nasenansicht zu kommen und dort zu bleiben. Das hat immer besser funktioniert, wohl auch weil der S.R.B. Quark sehr robust ist (Im Crashfall gehen nur die Blätter kaputt und die kann man mit Sekundenkleber wieder zusammenflicken), einen Crash gab es aber nicht.
Gestern fasste ich mir ein Herz und versuchte es auch mit dem Lepton. Und ich kann es auch damit! In entsprechender Sicherheitshöhe ganz langsam aus der Pirouette anhalten oder aus dem Kreis heraus. Linksrum, wie rechtsrum.
Komischerweise ist der Kreis für mich aber immer noch schwierig. Das liegt wohl daran, dass ich da mehrere Steuerbewegungen gleichzeitig machen muss. Aber das wird auch noch.

Dienstag, 20. April 2010

Die Feldlerche und das Helifliegen

Gestern Abend hat mich eine Frau vom örtlichen Naturschutzbund (Nabu) freundlich, aber bestimmt darüber aufgeklärt, dass an meinem Lieblings-Flugort die Feldlerche heimisch ist. Dieser kleine Vogel bevorzugt offene Felder und wenn dann die Pflanzen etwas höher stehen, brütet er am Boden. Sie hat mir unmissverständlich klar gemacht, dass ich mit einer Anzeige zu rechnen habe, wenn ich im Lebensraum der Lerche weiterhin meine Flugübungen durchführe!
Das wede ich natürlich respektieren, es fällt mir aber nicht leicht, denn ich kann den Ort problemlos mit dem Fahrrad erreichen. Den Ort, den sie mir als Ersatz vorgeschlagen hat (eine große Hangwiese Richtung Rutesheim), kann ich nicht mehr so einfach erreichen, da ist schon eine halbe Stunde anstrengendes Berg-Radeln angesagt. Der Naturschutz zwingt mich also beinahe anstatt mit dem Fahrrad, mit dem Auto zu fahren...

Samstag, 3. April 2010

Lepton Hecktuning, die Zweite

Der Lepton EX is ein super Heli sowohl für den Anfänger, als auch für den fortgeschrittenen Piloten. Er ist solide aufgebaut und selbst mit hohen Rotorkopf-Drehzahlen von über 3000 U/min noch zu betreiben. Hirobo empfiehlt für das Schweben 1800-1900 und für 3D 2500-2600. Diese Werte hatte ich übernommen und flog bei wenig Wind mit der niedrigen Drehzahl und bei starkem Wind mit der hohen Drehzahl. An 3D ist noch lange nicht zu denken. Zum Verlängern der Flugzeit verwende ich zur Zeit nur noch 1600-1700 U/min. Da kann ich dann mit 5000mAh satte 17min rumcruisen.

Aber: selbst bei den von Hirobo empfohlenen Werten ist das Heck nicht sehr stark. Bei Pitch-Stößen dreht es heftig weg und das kann die beste Kreisel/Heckservo-Kombi nicht kompensieren. Es ist einfach nicht genug Druck auf dem Heck!

Als Lösung von Hirobo gibt es Tuning-Blätter, die anstatt 54mm jetzt 64mm lang sind (Hirobo-Ersatzteil 0304-075). In Verbindung mit einer längeren Heckfinne (0304-076 Leitwerkset Lang) bringt das schon einiges. Mit hoher Drehzahl hält das Heck nun ganz ordentlich. Noch größere Blätter gehen leider nicht, weil der Heli zu nieder ist und die Blätter am Boden kratzen würden (der Heck-Rotorkreis hat mit den langen Blättern noch ca. 1cm Platz bis zum Boden).

Zum Glück gibt es aber eine weitere Lösung: das Heck vom 3DX500/HC500! Der ist mit vielen Ersatzteilen kompatibel zum Lepton. In der Version 2 hat er eine Heckübersetzung von ca 1:5 (Lepton 1:4). Das wird durch 2 Maßnahmen erreicht.
  • größeres Riemenrad vorne (56T -> 65T)
  • kleineres Ritzel hinten (14T -> 13T)
Also flugs bei Sportsmoto in UK (kein Zoll, ist ja in EU) die Teile bestellt und los gehts. Wir brauchen das "HC500-58A Upgrade 65T Pulley" (3,66 EUR) und das "UGL-34 Plastic Tail Pulley 13T V2" (1,80 EUR). Da das Ritzel etwas breiter ist, als das des Lepton benötigen wir zusätzlich noch neue Seitenplatten des Heckgehäuses "HC500-30 CNC Tail Case Plate Set" (5,99 EUR).

Der Einbau:

Angefangen habe ich mit dem vorderen Riemenrad. Dazu habe ich die Hebel von der Taumelscheibe ausgeklipst, die Schaube durch die Hauptrotorwelle ausgedreht und den kompletten Rotorkopf nach oben rausgezogen. Das Ersetzen des Riemenrades war absolut problemlos. Doch nach dem Zusammenbau stand ich vor einem Problem: durch das größere Riemenrad schleift der Riemen am Chassis! Wegschleifen der störenden Aussparung an den Seitenplatten war kein Problem. Erneuter Einbau sah dann erst mal ganz gut aus. Aber weit gefehlt. Das neue Riemenrad hat zu viel Abstand zum Hauptzahnrad und ausserdem ist der untere Rand deutlich dicker. Dadurch läuft der Riemen nicht mehr sauber auf dem Rad. Das würde im Flug nicht lange gutgehen. Also hatte ich beschlossen, das Riemenrad so zu modifizieren, dass es tiefer kommt. Auch das war kein Problem, doch nun passt die Position des Lochs für die Schraube durch die Hauptrotowelle nicht mehr. Bei den Versuchen, das passend zu machen, beschädigte ich alledings das Riemenrad so stark, dass ich es nicht mehr einsetzen konnte. Ich habe bereits eine neue Bestellung offen und sobald das neue Riemenrad da ist, werde ich hier berichten. Da ich sowieso nochmal auseinanderbauen musste, habe ich beschlossen, die Führungsrollen höher zu setzen, damit der Riemen besser in die Mitte des Riemenrades kommt. Das ist auch mit dem Original-Riemenrad möglich. Aber auch hier musste ich am Rahmen rumschleifen. Die Aussparungen für die Führungsrollen sind zu klein. Wenn ich 3 M3 Unterlegscheiben (und längere Schrauben) verwende, komme ich ca. 1,5mm höher. Ich habe also den vorderen Teil nicht abschließen können, da ich wieder das alte Riemenrad eingesetzt habe, kann ich aber trotzdem wieder fliegen.
Der Umbau des Hecks bereitete keine Probleme. Abnehmen der Seitenplatten des Heckgehäuses, rausdrücken des Mitnehmerstifts für das Ritzel und alles wieder in umgekehrter Reihenfolge zusammenbauen.
Was hat das nun gebracht? Ich habe nun eine Heckübersetzung von 1:4,3 (56/13). Beinahe 10% mehr Drehzahl. Das Heck hält zwar etwas besser, aber ich bin immer noch nicht ganz zufrieden. Ich werde auf jeden Fall noch das größere Riemenrad austesten.

Sonntag, 14. März 2010

Erstes Flugvideo mit der FlycamOne

Vergangene Woche bekam ich meine FlycamOne² von der Reparatur zurück (Das Gerät ließ sich nicht mehr einschalten. Es wurde anstandslos vom Händler MyToys gegen ein neues Exemplar getauscht) und das nahm ich gleich mal zum Anlass ein Onboard-Video von einem Flug mit meinem Lepton EX zu machen. Die Aufnahme entstand bei einigem Wind und etwa 6°C. Der Ort der Aufnahme ist in Schöckingen, bei mir gleich um die Ecke.

Samstag, 2. Januar 2010

eine neue Haubenbefestigung für den Lepton

Da mich die Befestigung der Trainerhaube für den Lepton schon seit einiger Zeit nervte, habe ich mir eine Alternative zu den Durchführungsgummis überlegt. Die Lösung sollte stabil und ohne Werkzeug zu montieren sein. Außerdem wollte ich keine großen Modifikationen an dem Rahmen oder der Haube vornehmen. Zudem sollten die Teile ohne großen Aufwand zu beschaffen sein.

Ich bin zu der folgenden Lösung gekommen:

Die originalen Stehbolzen mit den Kugelkopf-Enden am Rahmen habe ich ersetzt gegen handelsübliche M3 Sechskant-Stehbolzen in der richtigen Länge (ein paar mm länger schadet nicht, dann gibt es schon mehr Platz für den Akku).


die Gummis in der Haube wurden entfernt und stattdessen M3-Senkschrauben mit aufgeschraubten Rändelköpfen verwendet (Bürklin-Bestellnummer 16H552)

Damit die Schrauben nicht aus den Löchern rutschen, habe ich mir große Unterlegscheiben aus dem Deckel einer Exquisa Fruchtquark-Dose geschnitten. Mit einer Lochzange habe ich die Löcher in der Mitte ausgestanzt, allerdings nur so groß, dass ich die Schrauben reindrehen musste . Dadurch halten die Schrauben am Deckel und gehen nicht verloren.

Das Ganze ist eine Lösung, die man mit etwas Geschick in wenigen Minuten herstellen kann. Sie funktioniert einwandfrei und ich habe seither keinen Stress mehr mit gerissenen oder rausgerutschten Gummis.