Samstag, 11. Juni 2011

verbesserte Haubenbefestigung und Kufengummis für den Logo600

Kaum habe ich einen neuen Heli, muss ich auch schon optimieren...

Schon bei den Vorbereitungen zum Erstflug fiel unangenehm auf, dass der Logo600 keine Kufenstopper hat. Der Heli rutscht über den Boden, ein Verhalten, das mir überhaupt nicht gefällt. Zum Glück gibt es Abhilfe: Die Kufenstopper vom Raptor 50 (PV0512) passen perfekt auf die 8mm dicken Kufenrohre. Die gibt es sogar in verschiedenen Farben, ich habe Gelb gewählt.

Der zweite Missstand sind die Befestigungsgummis der Haube. Aus der Erfahrung mit meinen anderen Helis weiß ich, dass die immer schwerer gehen und irgenwann sogar einreißen. Eine nahezu perfekte Lösung sind die Sicherheitsverschlüsse von der Firma Tenax. Die passen perfekt auf die Halter, sind recht klein und sehen auch noch gut aus. Das Handling ist super, man braucht nur eine Griffkappe anzuheben, um die feste Verbindung zu lösen (siehe deren Webseite). Da die originalen Halter der Haube bereits die richtige Form haben, benötigt man nur die Oberteile von Tenax. Ich habe mich für die brünierte Messingversion (TO-01Br) entschieden. Mit 1,40 EUR/Stück (+Versand) ist das eine lohnende Investition. Ich habe außerdem den Tenaxschlüssel (TW-10) für 1,00 EUR mitbestellt, denn dadurch lässt sich das Teil perfekt festziehen.
Der Einbau ist einfach: mit einem Filzschreiber den Außendurchmesser des Haubengummis nachzeichnen, dann den Gummi rauspopeln und mit einer gebogenen Nagelschere am angezeichneten Kreis das Loch auf 10mm Durchmesser erweitern. Anschließend das Tenax-Oberteil durchschieben und festziehen. Fertig. Das hat nicht mal 15min gedauert und sieht aus, als hätte Tenax die Verschlüsse speziell für den Logo600 entworfen!

Donnerstag, 2. Juni 2011

Erstflug Logo600

Nun fliege ich schon seit etwas über 2 Jahren meinen Lepton EX und bin immer noch sehr zufrieden damit. Selbst die Crashs der vergangenen Wochen haben in Sachen Flugverhalten keine negativen Auswirkungen gehabt. Das Aussehen hat zugegebenermaßen gelitten und es ist auch einiges gebrochen, das ich wieder notdürftig geflickt habe.
Ich kann das Potential dieses Helis noch bei weitem nicht ausschöpfen, doch kam bei mir der Wunsch nach einem größeren Heli auf. Ich habe mich für einen Logo600 entschieden, da mich das Konzept und das Design überzeugt. Seit etwa einem Monat bastele ich nun an meinem neuen Logo600 und heute war der Tag des Erstflugs. Reichlich Wind, aber das sollte einem Heli dieser Größe nichts ausmachen. Nochmal die Laufrichtungen aller Steuerbewegungen und der Reaktionen des VStabis überprüft und raus ging's.
Was soll ich sagen? Ich bin rundum begeistert! Der Spurlauf ist super, die Reaktionen einfach brachial. Eine absolute Hammer-Maschine! Ich habe immer noch Adrenalin und habe die Anschaffung nicht bereut. Hier die technischen Daten:

  • Mikado Logo600 aus dem Bausatz mit
  • Vstabi Mini 5.0
  • Scorpion HK-4035-500kV
  • Ritzel: 13 Zähne
  • Kontronik Jive 80+HV
  • Edge Blätter LE-603 für den Hauptrotor
  • Edge Blätter LE-95 für das Heck
dazu
  • 3 x Savöx SC-1258TG an der Taumelscheibe
  • Futaba BLS 251 am Heck
  • Empfänger: Futaba R6203SB
Ich habe 2 meiner Lepton-Akkus hintereinandergeschaltet und fliege mit 8S. Ich war mir unsicher, ob die Drehzahl reichen würde, aber die ersten Schwebeversuche verliefen positiv. Sobald ich einen Helfer habe, werde ich die Drehzahl mal messen, ich schätze aber so in der Gegend um 1600 U/min (das habe ich mit einem Drehzahlrechner ausgerechnet).

Sonntag, 24. April 2011

Lepton Flybarless Nachtrag

Nun fliege ich schon seit einiger Zeit meinen Lepton EX paddellos und die Modifikation hat sich bewährt. Aber nicht so, wie Ihr denkt (der Heli fliegt besser und stabiler), sondern die Kosten eines Crashs sind niedriger. Leider scheint in letzter Zeit der Wurm drin zu sein, denn ich hatte 3 Abstürze kurz hintereinander. Zuerst eine durchgerutschte Nickanlenkung, die den Heli unsteuerbar machte, dann ein Übermut (tut selten gut) meinerseits, mit dem ich den Heli bei voller Fahrt in den Boden rammte und gestern ein abgerauchter Motor (Windungsschluss). Alle Crashs haben mehr oder weniger Schaden verursacht. Da der Kopf ohne Paddel wesentlich weniger Teile enthält, geht auch nicht so viel kaputt.
Als einziges, wirliches Manko hat sich die Verlängerung des Blattgriffes, damit die Anlenkung zentral und parallel zur Hauptwelle erfolgt, erwiesen. Da die Verlängerung nur mit M2 Schrauben befestigt ist, ist sie den Kräften der elektronischen Regelung nicht gewachsen und die Schrauben lösen sich, obwohl sie eingeklebt sind. Als Folge ist dann der Spurlauf der Blätter bescheiden und die Steuerung fühlt sich schwammig an. Es ist einfach kein ausreichender Kraft- und Formschluss von der Taumelscheibe zu den Blättern vorhanden.
Probeweise habe ich diese Adapter entfernt und siehe da: alles ist steifer und ich kann keine negativen Auswirkungen feststellen. Wahrscheinlich fliege ich nicht gut genug, um hier überhaupt eine Auswirkung festzustellen.
Damit ist der Umbau von Paddel auf Flybarless noch einfacher:
alles raus, was mit Paddel zu tun hat, die Anlenkung von der Taumelscheibe auf die Blätter direkt und den Pitchkompensator als TS-Mitnehmer missbrauchen.

Donnerstag, 24. März 2011

Vollmond

die Tage war Vollmond und klarer Himmel. Ich konnte nicht umhin, den Mond in seiner ganzen Pracht zu fotografieren (Nikon D50, 500mm, F11, 1/60s, Ausschnittsvergrößerung). Der orange Farbstich war tatsächlich zu sehen, das ist kein Bildfehler. Genießt selbst:

Samstag, 19. März 2011

Lepton EX: und er fliegt wieder

Dank der extrem schnellen Lieferung der Ersatzteile durch den Stein-Shop konnte ich letzte Woche meinen Lepton wieder reparieren. Dabei fiel mir auf, dass die Klemmschraube eines Umlenkhebels für die Ansteuerung der Taumelscheibe lose war. Das konnte definitiv nicht durch den Absturz verursacht worden sein, sondern es war mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit selbst die Ursache für den Absturz! Auch das Verhalten des Helis beim Absturz - ein Wegdriften über Nick - deutet darauf hin. Dann war ich wohl beim Fliegen doch nicht zu unaufmerksam, wohl aber bei der Vorflugkontrolle, bzw. bei der Wartung der Maschine. Das sollte mir eine Lehre sein.

Bei der Reparatur fiel mir außerdem eine Schwergängigkeit der Heckanlenkung auf. Dies wurde durch die beiden Kugelpfannen, die die Heckblätter bewegen, verursacht. Ein leichtes Aufreiben der Pfannen behob das Problem. Nun ist das Heck deutlich ruhiger, als sogar vor dem Absturz. Da hätte ich schon viel früher drauf kommen können...

Anstatt eine Reibahle zu kaufen, habe ich mir selbst eine gebastelt. Man nehme:
  • einen Kugelkopf, den man mit einer Rohrzange stark vermackt
  • eine Schraube, damit man den Kugelkopf festhalten kann
  • ein Bohrfutter, in den man den verlängerten Kugelkopf einspannt
wenn man nun diesen Kugelkopf in der aufzureibenden Pfanne einige Zeit dreht, schabt man etwas Material ab und weitet die Pfanne auf, ohne sie zu beschädigen.

Freitag, 11. März 2011

Crash mit dem Lepton EX

Heute habe ich meinen treuen Lepton EX nach mittlerweile fast 500 Akkuladungen so richtig heftig zerlegt!
Ich war unkonzentriert und habe die Fluglage nicht mehr richtig eingeschätzt (man sollte halt keinen Fußgängern hinterherschauen, wenn man einen Heli in 2m über dem Boden schwebt). Bis ich erkannte, dass der Heli mit dem Heck voran Richtung Boden abtrieb und ich gegensteuern konnte, war es schon zu spät...
...also ist Einsammeln von Trümmern angesagt. Das sah auf dem Flugfeld ziemlich heftig aus: Ein abgerissenes Heck (die Hauptblätter haben das Rohr regelrecht abgeschlagen) ohne Heckblätter (die habe ich auch nicht mehr gefunden), ausgerissene Blattanlenkungen und aufgerissene Hauptblätter. Naja, für den ersten richtigen Crash mit dem Lepton keine schlechte Leistung.

Eine Bestandsaufnahme der defekten Teile ergab die folgende Liste:
Hauptrotorwelle 0304-007 21,29 EUR
Hauptblätter 425mm 0304-010 59,76 EUR
Blattlagerwelle 0304-012 3,41 EUR
Hauptzahnrad 0304-025 27,09 EUR
Heckabstützung 290mm 0304-042 9,10 EUR
Heckrohr 455mm 0304-043 9,10 EUR
Heckblätter (lang 64mm) 0304-075 4,56 EUR
Riemen 2504-029 17,06 EUR
Blattgriff-Adapter für FBL
Eigenbau



Gesamt

151,37 EUR

Das ist ganz schön heftig, aber zum Glück scheint der Rahmen und die Elektronik nichts abbekommen zu haben. Im Webshop der Firma Stein Elektronik läuft schon eine Bestellung.

Ich wollte am Wochenende sowieso Tauchen gehen :-)

Samstag, 5. März 2011

Motorschaden beim Lepton EX

am vergangenen Wochenende wunderte ich mich, dass der Heli beim hochlaufen so sonderbare Klacker-Geräusche von sich gab. Während des Fluges war dann wieder alles gut.
Eine genaue Analyse des Geräuschs ergab: Es kommt von innerhalb des Motors. Also flugs den Motor ausgebaut (ist ein ganz schönes Gepfriemel, weil man nicht wirklich gut rankommt). Auch ohne Heli klackert der Motor, also habe ich den Seegerring entfernt und die Glocke abgezogen. Das Problem ließ sich dann auch sehr schnell erkennen: Ein Magnet hatte sich gelöst und rutschte beim Drehen der Glocke immer von der einen Seite zur anderen. Daher das Klackern.
Die Reparatur des Motors war dann auch nicht wirklich schwierig: einfach wieder ankleben. Wenn man den Magnet mit Epoxy einschmiert und dann in die Glocke einlegt, wird er unten bereits durch kleine Nasen an der richtigen Stelle gehalten, oben fixieren ihn 2 Zahnstocher, die nach Aushärten wieder entfernt werden.

Da ich aber schon länger mit dem Gedanken spielte, den Motor gegen einen Scorpion HK-3026-1000KV (ca. 80 EUR) auszutauschen, war das meine Chance! Die Befestigungs-Langlöcher im Chassis passen perfekt für die 4 Schrauben. Der Originalmotor hat 860KV, der Scorpion 1000KV. Das erforderliche Ritzel mit 20Z M0,6 5mm Welle hatte ich auch schon im Haus (beide habe ich bei RC-expert.net gekauft, das Ritzel hat die Art.-Nr HR 1042). Damit ergibt sich bei einer Regleröffnung von 50% etwa 1900U/min und bei 75% etwa 2400U/min. Da geht dann die Post ab, gefühlt ist mehr Power da! Die Flugzeiten sind gleich, wie die des alten Motors. Ich werde morgen mal den Strom messen und wieder berichten.

Samstag, 12. Februar 2011

Lepton EX paddellos

Schon seit einiger Zeit spielte ich mit dem Gedanken, meinen Lepton EX auf FBL umzubauen. Berichte in Foren versprachen einen einfachen Umbau. Ich will hier mal meine Erkenntnisse zusammenfassen:

Der Umbau kann ohne große Kosten bewerkstelligt werden, man braucht keinen neuen, speziell für FBL-Betrieb konstruierten Kopf.

Ich habe einfach alle Teile, die mit dem Paddel zusammenhängen weggebaut und die Blattgriffe der Blätter direkt mit der Taumelscheibe über lange Anlenkgestänge (Zentrum zu Zentrum 68mm) verbunden. Die Blattgriffe sind lang genug, aber man braucht Distanzstücke von 9mm Länge (mit M2.5 Gewinde durchgebohrt), um mit der Anlenkung auf die Achse der Hauptrotorwelle zu kommen. Die Anlenkgestänge selbst sind aus M2 Gewindestange, über die ich jeweils ein Röhrchen aus CFK drüber geschoben habe. Das Röhrchen ist nötig, weil die Gewindestange sonst auf diese Länge zu labberig wäre. Den Pitch-Kompensator habe ich belassen, weil er als TS-Mitnehmer dient. Damit er nicht aus der Führung rutscht, habe ich anstatt der oberen Kugelköpfe zwei lange Schrauben als Beschränkung eingedreht. Das sieht vielleicht etwas komisch aus, funktioniert aber gut.
Die Anlenkungen der PushPull-Mechanik für die TS-Servos müssen auf die innersten Löcher, damit die TS mit dem Pitchkompensator nicht anstößt und ca. 13° Pitch erreicht werden. Die Stangen sind dann zwar nicht mehr parallel, das ist aber kein Problem, wie man auf dieser Seite eindrucksvoll sehen kann. Die von mir verwendeten Servos Futaba S3150 Digital scheinen von der Geschwindigkeit und Stellkraft auszureichen. Der VStabi-Performance-Rechner bescheinigt mir 900Punkte.
Die Konfiguration des Mini-VStabi Blueline Express ging leicht von der Hand, dank durchdachter Software.
Und wie fliegt er denn nun ohne Paddel? Ich empfinde das Steuerverhalten fast gleich, wie mit Paddel. Die Maschine ist deutlich unempfindlicher gegen Wind und liegt auch satter in der Luft. Die Agilität ist deutlich höher, obwohl ich eine mittlere Einstellung zwischen Scale und 3D gewählt habe.

Samstag, 29. Januar 2011

LiFePo für den Lepton


Ich habe den Winter genutzt, um endlich mal den schon seit langem geplanten Umbau meines Lepton EX auf LiFePo anzugehen. Ein Umbau ist nötig, denn der Platz für den Akku ist beim Lepton stark limitiert. Der Standard-Akku von Hirobo bestimmt mit seinen 46mm Breite und 36mm Höhe die Größe der Akku-Rutsche und das schränkt die möglichen Akku-Typen schon stark ein. Schon vor einem Jahr verbreiterte ich deshalb den Platz, um auch SLS-Akkus mit 5000mAh (LxBxH 143x52x37mm) unterbringen zu können (siehe älterer Post).
Die Wahl des LiFePo-Akkus war nicht leicht, denn bis vor kurzem gab es nur Rundzellen und die brauchen extrem viel Platz. Ich wurde dann aber bei Hobbyking fündig, die haben geeignete und vor allem sehr günstige Akkus in der klassischen Form. Ich bestellte aus dem DE-Warehouse 2 Stück von den Turnigy 4500mAh 2S2P 30C LiFePo4 Pack, die sollten auf jeden Fall geeignet sein und sind mit 25$ pro Stück auch wirklich preiswert. Ich brauche 2 Stück davon, denn ich will ja 4S. Das Zusammenlöten der 2 Packs stellte sich dann aber doch als recht schwierig dar, denn ich hatte keinen so großen Lötkolben, um die 4cm² Litzen von den großen Flächen abzulöten. Der ganze Pack zusammen hat dann die Außenmaße LxBxH 136x53x43 und geht von der Breite bereits in den Akkuschacht.

Die nötige Höhe erreichte ich folgendermaßen:
  1. Verlängern der vorderen Bleche, die den Akkuschacht nach unten abstützen. Die Bleche sind nun von Schraubenmitte bis Schraubenmitte 56mm lang.
  2. Verlängern des hinteren Halteklotzes für das Landegestell. Bei der Gelegenheit habe ich etwas mehr dazugegeben, damit das Heck etwas höher kommt, wenn der Heli am Boden steht.
  3. Zersägen des CFK-Rahmens am unteren Bereich des Akkuschachts. Das hat keine Stabilitätseinmußen des Rahmens zur Folge, denn dieser Bereich ist nur für den Akku gedacht. Den durch die Verlängerung entstandenen Spalt habe ich mit eiinem Blech überbrückt. So ist das ganze wieder stabil.
Da der LiFePo etwas kürzer ist, habe ich den hinteren Teil mit einem schmalen Holzklötzchen verlängert, das gerade so breit ist, dass es den Akku im hinteren Bereich des Halters führt und für den Schwerpunkt des Helis optimal ist. Zu guter Letzt musste ich noch an der Haube etwas schnitzen, damit die Bleche des vorderen Halters unten rausschauen können. In der Haube gibt es bereits Markierungen, die die Stelle für den Ausschnitt kennzeichnen. Die hier vorgestellte Aktion ist wohl von Hirobo auch schon mal angedacht worden.
Da ich einen YGE80 verwende, der eine Drehzahlregelung unabhängig von der Akkuspannung hat, ist die Spannungsdifferenz bei der Entladeschlussspannung von 4S Lipo (13,2V) zu 4s LiFePo (ca. 10V) kein Problem.
Die Flugzeit mit diesem Akku ist erwartungsgemäß so um die 10min bei niedriger Drehzahl. Das ist etwas weniger, als bei gleich großem LiPo, der LiFePo wiegt aber ca 100g mehr (also 600g) als ein LiPo mit gleicher Kapazität.