Samstag, 6. Juli 2019

aus 4 mach 3 - Reparatur von LED-Glühbirnen

Wer kennt das nicht? Schon wieder ist eine Glühbirne ausgefallen!

...und das trotz dem Versprechen, dass die heutigen LED-Leuchtmittel zig Stunden überleben sollen. Sie sind nicht gerade billig, kosten in der Herstellung wahrscheinlich deutlich mehr als Glühfadenbirnen und gehen trotzdem kaputt!
Ich hatte bereits einigen Jahren mal einen ganzen Pack E14 LED-Kerzen der Firma Luminea von Pearl gekauft.
Mit wenigen Euro das Stück ein richtiges Schnäppchen. Ich habe die Betriebsstunden nicht gezählt, aber nach gefühlt zu kurzer Zeit fielen Eine nach der Anderen aus.
Neulich habe ich mir mal die Mühe gemacht und die gesammelten, defekten Birnen mal genauer angeschaut:
Nach Entfernen des Glaskörpers (Achtung: das Glas ist hauchdünn und splittert leicht, wenn man es mit der Rohrzange zusammendrückt :-) kommt eine interessante Platinenkonstruktion zum Vorschein.

Wie man unschwer feststellen kann, ist tatsächlich eine der LED durchgebrannt!
Von den 4 mir zur Verfügung stehenden Birnen habe ich mal eine komplett zerlegt und in dessen Kondensatornetzteil keinen Schaden feststellen können.

Also sollte es möglich sein, die defekte LED zu ersetzen. Und tatsächlich das funktioniert sowohl durch Austausch einer einzelnen LED, als auch durch Austausch eines kompletten Ärmchens.
Aus 4 defekten habe ich nun wieder 3 funktionsfähige LED-Birnen gemacht. Die kann man aber so, wie sie nun aussehen nicht mehr ruhigen Gewissens in einer VDE-gerechten Art in einer Lampe verbauen. Wir haben keinerlei Berührungsschutz vor der gefährlichen Netzspannung!
Die Lösung brachte ein Gehäuse aus dem 3D-Drucker. Das ist zwar immer noch sehr filigran und damit empfindlich gegen Zusammendrücken, man kann aber nicht mehr versehentlich spannungsführende Teile berühren.